CAMP-BERLIN ist ein kleines Team, bestehend aus berg- und reisebegeisterten Freunden, die unterschiedlichste alpine und hochalpine Touren unternehmen. Neben dem Schwerpunkt auf die gesamten Alpen sind wir auch unregelmäßig an kleineren oder größeren Zielen unterwegs, wo wir ständig versuchen, neues kennenzulernen!

Tourenbilder





Großvenediger / Großglockner Winter 2003
Großvenediger 3674m

Mit seinen 3674m ist er zwar 'nur' noch der 4. höchste Berg in Österreich, aber dennoch erfreut er sich am östlichsten Rand von Tirol inmitten der Venedigergruppe grosser Beliebtheit. Technisch relativ einfach (reiner Gletscheranstieg über die 4 Normalwege), aber dennoch aufgrund seiner zentralen Lage im Massiv schon wieder eine Herausforderung, ihn an einem Tag zu besteigen, da die Zustiege aus der zivilisierten Gegend relativ weitläufig sind.
Für uns ist dieser Berg nicht nur ein Name auf irgendeiner Liste, sondern aufgrund seiner 'familiären Besteigungsgeschichte' (einen Gruß von hier aus an Frederiks Mutter 8-) quasi Pflicht auf unserem Tourenplan. Wir wollen diese Besteigung vor allem als Akklimatisierungstour für das größere von beiden Zielen nutzen.

Geplant ist eine 2-Tage Besteigung über die Südroute von Hinterbichl (1400m) aus auf den Gipfel. Hierbei werden wir vermutlich das Defreggerhaus (2962m) als Zwischenlager nutzen und eine Nacht dort verbringen, damit wir uns wieder an die Höhe gewöhnen können. Den nächsten Tag ist dann der Gipfelgang geplant (evtl. bietet sich noch der ein- oder andere Nebengipfel an) sowie der darauffolgende Abstieg zurück ins Tal (wieder über die Südroute).
Entscheidend werden hier vor allem die Schneeverhältnisse sein und wie gut wir dort mit den Schneeschuhen voran kommen werden, denn immerhin wollen wir (unakklimatisiert) insgesamt etwa 4500 Höhenmeter innerhalb von zwei Tagen zurücklegen und es dabei möglichst verhindern, an unsere Kraftreserven zu gehen (was bei einem langsamen und durchdachten Aufstieg möglich sein sollte).

Großglockner 3798m

Aufgrund seiner grenznahen Lage zwischen den beiden Bundesländern Tirol und Kärnten gibt es immer wieder Diskussionen, ob sich der Großglockner auf der einen oder anderen Seite befindet und damit die Wild Spitze vom Thron des 'höchsten Gipfels Tirols' stößt. Eines steht jedoch fest: Er ist mit 26m Höhendifferenz der höchste Berg Österreichs!
Im Sommer reiht er sich problemlos in die Liste der meistbestiegenen Gipfel Österreichs ein, was ihn damit nicht gerade zu einem sehr begehrenswerten Ziel macht. Wir wollen dem sommerlichen Ansturm aus dem Weg gehen und wählen deshalb ganz bewusst die noch anstehende Wintersaison, welche durch widrige Bedingungen die Besteigung allerdings nicht gerade vereinfacht.

Was wir uns vorstellen ist eine Schnellbesteigung des Großglockners in einem Stück. Ausgangspunkt ist hierbei der Ort Kals (1325m) am Fuß des Berges. Von dort geht der Aufstieg über das Lucknerhaus (1918m), zur Stüdlhütte (2802m) und schließlich über die Ostschulter an der Erzherzog-Johann-Hütte (3454m) vorbei auf den Gipfel. Die Abstiegsroute verläuft identisch, so dass wir vor allem auf dem Rückweg eine Menge Zeit sparen können. Grob gerechnet sollte dies an einem Tag (24 Stunden) zu schaffen sein, natürlich immer vorausgesetzt, dass die Wetterverhältnisse stabil sind und sich die Schneemengen im oberen Gipfelbereich in Grenzen halten und nicht ein unüberwindbares Hindernis darstellen.


Da wir nur zu zweit und (hoffentlich) topfit unterwegs sein werden glauben wir, durchgehend ein relativ hohes Tempo auf der gesamten Tour halten zu können und damit den typischen Gefahren im Winter wie schnelle Wetterumschwünge und Lawinen weitestgehend aus dem Weg zu gehen. In Anbetracht der rauheren Bedingungen gilt für diese Tour umso mehr, dass dies alles nur unter der Voraussetzung der Durchführbarkeit machbar ist, d.h. wir nicht mehr Risiko in Kauf nehmen wollen als unbedingt nötig.

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