CAMP-BERLIN ist ein kleines Team, bestehend aus berg- und reisebegeisterten Freunden, die unterschiedlichste alpine und hochalpine Touren unternehmen. Neben dem Schwerpunkt auf die gesamten Alpen sind wir auch unregelmäßig an kleineren oder größeren Zielen unterwegs, wo wir ständig versuchen, neues kennenzulernen!

Tourenbilder





Rostizkogel (3394m)
Galerie  (04.02.2007)

* 04.02.2007

Skitour

Aufstiegsroute: Mandarfen (1690 m) - Rifflsee (2232 m) – Rifflbachtal – Nördlicher Löcherferner – Rostizkogel (3394 m)

Abstieg: wie Aufstieg, jedoch mit Benutzung der Skipiste


Ausgangspunkt ist Mandarfen im oberen Pitztal, von wo man auch auf den Pitztaler Gletscher gelangt. Hier ergeb sich prinzipiell zwei Möglichkeiten für den Aufstieg. Die etwas entspanntere von beiden sieht die Benutzung der Rifflseebahn vor, bei der man mit rund 10 Euro für eine Bergfahrt dabei ist, wer es eher mit gutem Gewissen angehen möchte, der folgt einfach der Skipiste, die sich in einem weiten Bogen hinauf zum Rifflsee windet.
Für uns war dieser schöne Sonntag dazu auserkoren, es ein wenig gemütlich angehen zu lassen und so haben wir die erste Bahn um 8:30 Uhr hinauf genommen. Man rutscht kurz hinunter zum See, folgt ein kleines Stück der Langlaufloipe und kann dann auch schon bald die Felle aktivieren. Der Weg zieht sich zunächst leicht und gemütlich ansteigend dem Rifflbachtal folgend nach Südwesten. Schon bald wandern die ersten Sonnenstrahlen über den Grubengrat und erwärmen das lang gestreckte Tal. Folgt man diesem gelangt ziemlich unspektakulär zum Wurmtaler Kopf, einem ebenfalls sehr beliebten Skitourenziel.
Um jedoch auf den Rostizkogel zu gelangen, gibt es zwei Möglichkeiten der Wegwahl. Entweder man steigt dem Tal bis auf knapp 2800 m folgend und biegt dann nach rechts in nördliche Richtung ab oder man wählt schon eine frühere Möglichkeit zum Löcherferner zu gelangen. Dabei muss man sich einen Weg durch die buckligen Rücken der Katzenköpfe bahnen, der sicherlich bei größerer Lawinengefahr nicht unbedingt zu empfehlen ist. Für uns unproblematisch, da wir eher um jede Schneeflocke gebettelt hätten. Auf ungefähr 2800 m hat man den kleinen Gletscherbruch des Nördlichen Löcherferners direkt vor sich und hier biegt die Aufstiegsroute auf den K2 ab, dem direkten Nachbar des Rostizkogels. Auf dem Gletscher gibt es wohl zwei Wege zum Gipfelaufbau zu gelangen, wobei wir den südlichen Weg bevorzugt haben, während die andere Alternative sich am nördlichen Rand des Gletschers entlang zieht. Trotz des Schneemangels ist es möglich gewesen bis zum Vorgipfel mit Skiern zu steigen. Und dabei ist die Spaltengefahr eine eher geringe. Der letzte Teil ist sicherlich noch einmal etwas steiler, aber nichts, wovor man sich fürchten müsste. Nach einem kurzen Verbindungsgrat gelangen wir nach gut 3,5 Stunden auf den Gipfel, immerhin 3394 m, und damit ein wunderschöner Aussichtspunkt eingerahmt zwischen Kauner- und Pitztal.
An diesem Tag herrscht reges Treiben auf diesem Klassikerberg, aber da oben ein mächtiges Windchen geht, kommt es kaum zu Stau, da immer eine rege Durchmischung an Publikum stattfindet. Dennoch bleibt die Aussicht einmalig und wir fangen an hunderte, bekannte Gipfel und Bergketten der Umgebung aufzuzählen.

Mit etwas bangen Gedanken machen wir uns auf den Weg ins Tal, ob den auch noch genug Schnee für zwei Paar Skier liegen wird, um uns ohne größere Belagverluste zum Auto zu bringen. Aber man muss festhalten, es geht. Wenn auch nicht ganz die radikalste Linie, aber immerhin. Bei guten Schneebedingungen ist die Abfahrt sicherlich eine richtig schicke Sache, in kurzen Momenten flackerte dieses Gefühl auch bei uns auf. Keine Stunde dauert der Weg hinunter, wobei man noch einmal am Rifflsee vor der großen Entscheidung steht, ob man noch mal anfellen soll oder eben nicht. Hat man dann die Skipiste erreicht, geht`s wieder easy dahin und kommt so direkt zum Parkplatz.

Also eine wirklich lohnenswerte Tagestour in einer herrlichen Landschaft, die noch mit der Besteigung des K2 erweitert werden kann.















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