CAMP-BERLIN ist ein kleines Team, bestehend aus berg- und reisebegeisterten Freunden, die unterschiedlichste alpine und hochalpine Touren unternehmen. Neben dem Schwerpunkt auf die gesamten Alpen sind wir auch unregelmäßig an kleineren oder größeren Zielen unterwegs, wo wir ständig versuchen, neues kennenzulernen!

Tourenbilder





Monte Cevedale (3769m)
Galerie  (26.08.2003)

* 26.08.2003

Nordroute:
Rifugio Casati (3254 m) – Monte Cevedale (3769 m) - Sulden (1880 m)
[zur Casati siehe Vortag]

Auf der überraschend wenig besuchten Hütte starten wir uns früh am Morgen auf die letzten 500 Hm bis zum Gipfel. Der Weg findet sich sehr einfach, der Gletscher ist hier im unteren Bereich sehr breit und eher flach, so dass man morgens bei entsprechend harten Bedingungen schnell vorankommt. Zur Orientierung dient der Sattel genau zwischen Zufallspitze und Monte Cevedale. Auf knapp 3500 m erreicht man den kurzen Bereich der offensichtlichen Gletscher- spalten, die wir aber mit genau dem richtigen Gespür elegant durchqueren. Ansonsten muss man hier mal ein bisschen Suchen einplanen.

Erst kurz bevor man die Nordwestwand des Berges erreicht, wird das Gelände merklich steiler. Der, zu dieser Zeit noch völlig im Schatten der Wand liegende Steilaufschwung, beginnt zunächst mit dem Überqueren des Bergschlundes. Hier muss man sehen, wie je nach Verhältnissen ein Weiterkommen gewährleistet ist. Wir haben Glück und kommen mit ein wenig Kraxelei, die gesichert werden sollte, direkt in die steile Rampe, die nach Südwesten verlaufend, den höchsten Punkt ansteuert. Hier ergeben sich tolle Tiefblicke knapp 1000 m hinab ins Valle di Cedec. Auch lohnt sich immer mal wieder der Blick zurück, mit der im Hintergrund aufragenden Königsspitze. Nach den letzten Metern steileren Steigen, gelangt man an der zerstörten Holzhütte vorbei auf den felsigen Hauptgipfel. Auf 3769 m hat man einen schicken Rundumblick über ganz Südtirol. Ob Sella und Marmolada nach Süden oder Ortler, aber auch viele österreichische Berge liegen zum Greifen nahe.

Unser Abstieg führt über den gleichen Weg, diesmal allerdings ohne auf der Casati zu übernachten, gleich bis nach Sulden. Ist sicherlich noch ein ganzes Stückchen, lässt sich aber ohne Schwierigkeiten an einem Tag machen.



















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