CAMP-BERLIN ist ein kleines Team, bestehend aus berg- und reisebegeisterten Freunden, die unterschiedlichste alpine und hochalpine Touren unternehmen. Neben dem Schwerpunkt auf die gesamten Alpen sind wir auch unregelmäßig an kleineren oder größeren Zielen unterwegs, wo wir ständig versuchen, neues kennenzulernen!

Tourenbilder





Tag 10 (13.03.2008)
Nach einer ziemlich schrecklichen Nacht im Bus zwischen Valdivia und Santiago und 11 schleppenden Stunden der Enge und der Hitze, war die Dusche heute morgen das Beste des ganzen Tages. Sind also wieder im Hotel angekommen, diesmal mit Stechzylindern voller Asche und Schluff und diversen Probenbeuteln und warten nun auf die anderen Ex-Teilnehmer, die morgen kommen.

Hab heute die Gelegenheit genutzt, gleich mal meine Klamotten von feinstem Sand zu befreien, auch wenn dieser Zustand nur kurzzeitig bleiben wird.

Ansonsten stand der Tag unter dem Zeichen Cafe cortado trinken, in Cafes, die ganz besondere Konzepte verfolgen ("sex sales"), Kaktusfruechte essen und sich die Sonne auf den Pelz scheinen lassen. Auch so kanns laufen...
:-)

Frederik


Tag 1 bis 9 (12.03.2008)

Hola, liebe Leute!

Nach nun mehr als einer Woche Projektarbeit in Qeuele in  Suedchile bin ich wieder auf dem Weg in Richtung Norden nach Santiago. Heute Nacht nehm ich den Bus und werd morgen frueh wieder in der Grossstadt ankommen.
Hier unten weit im Sueden einem ziemlich verschlafenem Landstrich allerdings direkt am Pazifik gelegen hab ich die letzten Tage so viel Boden gesehen wie noch nie in meinem Leben. Die Aufschluesse seitlich einer neuen Schotterpiste haben wir untersucht und dabei vermutlich eine Grundschaedigung unserer Lungen verursacht, da gerade jetzt eine ungewoehnliche Trockenheit herrscht in einem eigentlich sehr nassen Raum. Dadurch hat sich der Staubanteil in der Luft potenziert und man findet immer noch deutliche Spuren von feinstem Schluff in unseren Klamotten.
Dennoch die Landschaft hier ist einfach genial und einmalig und da wir sehr komfortabel in kleinen Selbstversorgerbungalows gewohnt haben, schon fast einem Urlaub aehnlich.

Ciao

Frederik


CHILE / PERU (20.02.2008)
take-off

Von nun an werden wir hier Neuigkeiten von meiner/unserer Suedamerika-Tour berichten.

Da ich bereits mit der Uni in Chile unterwegs bin und hier noch rund 4 Wochen ein Projekt und eine Exkursion begleiten werde, gibts, sofern ich es schaffe, immer kleine Impressionen aus dem fernen Sueden.

Ab Anfang April wird dann Daniel nach Peru nachreisen, denn dann soll unser mittlerweile langvorbereitetes Projekt, Bergsteigen in der Cordillera Blanca, endlich beginnen.

Seid also gespannt, hasta luego!

Frederik


Einrutschen ungeschmeidig! (30.01.2008)
Voller Motivation und Vorfreude ging es Anfang des Jahres in Richtung Alpen. Sah auch alles prima aus: Stabiles Wetter und seit Wochen eine erstaunlich entspannte Lawinensituation. Was sollte da schief gehen?
Um es vorweg zu nehmen: Wir scheinen eine gewisse Affinität zu merkwürdigen Wetterphänomenen inklusive allen Begleiterscheinungen aufgebaut zu haben. Jedenfall zieht es sich wie ein roter Faden durch unsere letzten Touren ;-).

Gleich am ersten Tag gings schon recht ungeschmeidig los, obwohl die Vorzeichen alles andere als schlecht waren. Das Wetter heiter und wir auf dem Weg zu einer entspannten Eingehtour am Ende des Kleinwalsertals. Zu viert (Rica+Adrian mit von der Partie) spurten wir unserem ersten Gipfel entgegen, als bei einer kleinen Rast an einem etwas steileren Nordost-Hang eine Lawine ein paar Meter neben uns ins Tal rauschte. Leider allerdings zusammen mit einem Mitglied einer Skigruppe, die oberhalb von uns gerade den Hang querte. Hektik, Konfusion und erste Rettungsmaßnahmen später konnten wir den Verunglückten dann zum Glück aus dem Lawinenkegel buddeln. Die sich anschließende Rettung mittels 2 (!) Hubschraubern beendete dann auch unsere Gipfelambitionen.

Der nächste Tag im Allgäu gestaltete sich deutlich besser, auch wenn sich bereits erste Anzeichen eines Wetterumschwungs ankündigten. Zusammen bestiegen wir das Riedberger Horn und konnten sogar ein wenig unberührten Powder in ein paar Rinnen finden. Alles in allem ein spaßiger Tag, abgeschlossen am Abend beim "Racletten" - so wie es sein sollte!

Im Regen machten wir uns dann auf die lange Fahrt ins Wallis, wo ja dann die "großen" Projekte kommen sollten. Allerdings regnete es zunächst durchgehend bis zum nächsten Morgen. Ein Blick am folgenden Tag auf den Wetterbericht + Lawinenlagebericht ließ uns folgende Bilanz ziehen: Schlechter hätten die Bedingungen nicht sein können.
Ein ständiger Wechsel zwischen Föhn (=viel Wind) und schönem Wetter sowie teils angeblich recht üppigen Neuschneemengen (=Lawinenwarnstufe 3, teilweise sogar 4) bestimmten dann unser Tagesprogramm im Tal.

Nach 2 Tagen Abwarten zwischen Brig, Aldi und Campingplatz-Toilette wagten wir schließlich einen Versuch von Zinal aus Richtung Bishorn. Es wurde allerdings auch nicht mehr als ein Versuch. Nach 500 Höhenmetern standen wir schon wieder vor eingeblasenen Steilrinnen und bei dem Gedanken, in einer der Rinnen ein Schneebrett loszutreten und dann über den sich anschließenden Felsriegel ins Tal zu stürzen, entschlossen wir uns lieber für die vernünftige Alternative und saßen 2 Stunden später wieder beim Milchkaffee in Brig.

Nachdem wir letztendlich völlig frustriert sämtliche möglichen Ziele aus unserer Planungsliste gestrichen hatten konnten wir wenigstens noch am nächsten Tag dem uns bereits gut bekannten Spitzhorli am Simplonpaß einen Besuch abstatten. Strahlender Sonnenschein und die Sicht auf zahlreiche 4000er entschädigten etwas für die letzten Tage.

Der Blick in den Wetterbericht für die darauf folgenden Tage beendete schließlich auch unseren Jahresauftakt und ließ uns direkt nach einer harten Entscheidung am Morgen nach Hause fahren.

Was bleibt ist die Feststellung, dass es eigentlich nur besser werden kann - und wir das auch gut für die nächsten Projekte gebrauchen können :-)

Wir werden berichten!


P.S.: 2 Gipfel, Zelt kaputt, Auto kaputt, zu teure Milchkaffees = großes Kino!

Daniel

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