CAMP-BERLIN ist ein kleines Team, bestehend aus berg- und reisebegeisterten Freunden, die unterschiedlichste alpine und hochalpine Touren unternehmen. Neben dem Schwerpunkt auf die gesamten Alpen sind wir auch unregelmäßig an kleineren oder größeren Zielen unterwegs, wo wir ständig versuchen, neues kennenzulernen!

Tourenbilder





Mont Blanc Skitour 2005
Obwohl die letzte Tour noch gar nicht so lange zurück liegt, knapp 2 Monate, werden wir uns in der kommenden Woche aufmachen, diesmal in Richtung französiche Alpen. Wir starten am Donnerstag nach Chamonix, um wenige Tage später den höchsten Punkt Mitteleuropas zu erreichen, den Mont Blanc (4810 m). Trotz dem schon nahenden Frühsommer wollen wir mit Skiern unterwegs sein.

Die Idee, den "Großen Weißen" Europas zu versuchen, datiert aus dem vergangenen Jahr. Nach den ersten Erfahrungen verschiedener Wintertouren entstand der Gedanke, das Dach der Westalpen ebenfalls in der kalten Jahreszeit zu besteigen. Der Grad der Ausgesetztheit und die eindrucksvolle Landschaft des Mont Blanc Massifs verstärken sich im Winter zu einem ganz besonderen Erlebnis.

Um die unglaublichen Menschenmassen zu umgehen, bietet sich jedoch das Zeitfenster im Spätfrühling, also Mai oder Juni, an. Da die meisten Hütten erst Mitte Juni aufmachen, lässt sich so ein Großteil der Überfülltheit vermeiden. Bei einigermaßen normalen Wetterbedingungen lässt sich am Mont Blanc auch ohne weiteres eine Skitour zu so später Zeit im Jahr durchführen. Aufgrund seiner exponierten Westwetterlage reichen die Gletscherzungen weiter ins Tal als bei anderen Bergen der Alpen.

Die Route

Starten werden wir direkt oberhalb von Chamonix und folgen der klassischen Nordroute. Die rund 3600Hm führen zunächst an der Refuge les Glaciers vorbei, weiter zur Refuge les Grands Mulets (3057 m), über das Grand Plateau hinauf zum Dôme du Goûter (4304 m). Hier werden wir auf die Goûter-Route treffen und folgen dem Bosses-Grat direkt bis zum Hauptgipfel des Mont Blanc (4810 m). Ob wir die gleiche Route für die Abfahrt wählen oder noch andere Ziele in Angrif nehmen, wird sich erst vor Ort klären, da hier die Bedingungen eine entscheidene Rolle spielen.

Das gesamte Projekt soll im klassichen Alpinstil erfolgen, also ein Zweimannteam mit Auf- und Abstieg ohne jegliche Seilbahnunterstützung, dazu der totalen Selbstversorgung und einem Zelt als Nachtlager.

Insgesamt haben wir acht Tage Zeit für den Gipfel, mehr war leider aufgrund universitärer Verpflichtungen nicht möglich. Für uns bedeutet das, dass wir auf eine Vorakklimatisation verzichten und, wenn möglich, gleich am ersten Tag einsteigen werden. Wir wollen versuchen in Etappen Tag für Tag das Lager höher zu verschieben, so sind wir sehr flexibel unterwegs, was zusätzliche Akklimatisationstage eventuell mit einschliesst.

Die typischen Restunsicherheiten wie Wetterbedingungen lassen sich wie immer nicht vorhersehen und wir können nur hoffen, dass wir die richtigen Tage erwischen. Motiviert und körperlich fit sind wir allemal, von dieser Seite her kann es also nur eine großartige Tour werden!

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